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Mikrochips bald Realität?

Die schwedische Firma Epicenter Routine implantiert ihren Mitarbeiter Mikrochips zum Türöffnen, ähnlich auch wie bei einer belgischen Firma. Für viele eine Horrorvision die Realität wird.

RFID-Chips

Die Chips sind laut Forschern mittlerweile nicht mehr schädlich für den Körper und würden kaum einen Unterschied zu Piercings machen. Sie haben die Größe eines Reiskorns und werden meistens zwischen Daumen und Zeigefinger implantiert. Das Mikrochip nennt man Transponder. Hier werden die unterschiedlichsten Daten gespeichert. Mit dem gegebenen Standort wäre es unter anderem auch möglich, die Hobbies und andere Gewohnheiten des Trägers aufzuzeichnen. RFID beschreibt das Sender-Empfänger-System und steht für Radio Frequency Identification

 

Im späten 20. Jahrhundert warnten uns bereits viele Menschen davor, dass man uns zum Zweck der totalen Überwachung Mikrochips einpflanzen wird. Doch für ebenso viele Menschen waren diese Gedanken nichts als Verschwörungstheorien. Doch wenn die NSA durch das Internet geschafft hat uns alle, selbst Regierungsvertretern, komplett zu überwachen, dann fragt man sich, ob sie das nicht auch mit diesen Mikrochips schaffen würden? 

Über die Mikrochips hört man mittlerweile immer wieder in den Medien. Es soll praktisch sein und das Leben erleichtern. Es kann eine große Reihe von Dingen ersetzen, wie Schlüssel, Kreditkarten und Kommunikationsgeräte. Doch der Preis dafür ist hoch! Allein der Gedanke einen Mikrochip in der Haut zu tragen ist für viele etwas undenkbares. Die US-amerikanische Firma PositiveID entwickelte die ersten Chips und bekam im selben Jahr die Genehmigung. Tierversuche danach zeigten jedoch, dass die Ummantelung des Chips krebserregend sei. Der neuste Fall in Schweden zeigt trotzdem, dass diese Chips trotz allem zur Realität werden.

Doch sie bringen noch weitere Gefahren mit sich: Unter anderem können sie gehackt werden und die Hacker kämen schnell an die Gesundheitsdaten ran, dem Standort des Trägers, Passwort und Nummer von Kreditkarten, oder auch die Zahl und Dauer seiner Arbeitseinsätze oder wie lange er zur Toilette geht. Menschen könnten jeden Schritt ihres Ziels mitverfolgen, für Regierungsorganisationen zur Überwachung im Internet könnte das die totale Überwachung bedeuten und wer diese Tatsache immer noch als Verschwörungstheorie abstempelt, der hat aus der NSA-Affäre nichts dazu gelernt.

 

 

Das Ende des Datenschutzes?