George Soros

Der Mann, der Nationen seine internationalistische Kurse aufzwingt? Seit der mit ihm im Verbindung gebrachten Flüchtlingskrise hört man seinen Namen immer öfter: George Soros (geb. 1930)

Berühmt wurde er, als er 1992 auf die britische Abwertung des Pfundes wettete und und dadurch eine Milliarde US-Dollar verdiente.  Im Forbes Magazin steht er im Ranking der Milliardäre mit 24 Milliarden US-Dollar auf Platz 23, In den 70ern noch Gründer & Vorsitzender vieler Stiftungen, unterstützt er heute Bürgerrechtsorganisationen, politische Bewegungen und Krisen. Unter anderem gibt man ihm die Schuld für die Flüchtlingswelle der letzten Jahre und laut Wikileaks soll er mit bis zu einer Milliarde US-Dollar die US-Wahlkampfskandidatin Hillary Clinton unterstützt haben. 

"Unser Ziel ist es, die Flüchtlinge zu schützen und die Grenzen sind das Hindernis" - Soros.

Mit 24 Milliarden lässt sich eben viel machen. Schwerpunkt von Soros ist Osteuropa, wo es auch oft zur verbalen Auseinandersetzung mit Politikern, selbst Präsidenten wie Victor Orban, gekommen ist. Die 1991 gegründete Central European University (CEU) gehört zu seinen größten Projekten. Sie liegt in der ungarischen Hauptstadt Budapest und ist ein Ort "freien Denkens und Lernens". Seine weitere Stiftung fördert zum Beispiel Toleranz gegenüber Minderheiten wie den Roma. Er finanziert außerdem Projekte, die Bürger zu Wahlbeobachtern ausbilden, oder die Journalisten zu investigativen Recherchen über Korruption befähigen. Soros finanziert über die Soros Foundation auch die Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen".

Doch immer mehr häufen sich die Vorwürfe, Soros würde sich zu sehr ins politische Geschehen einmischen und Krisen verursachen. Der ungarische Präsident Victor Orban behauptet, er sei maßgeblich an der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 beteiligt gewesen. Unter Berufung von gehackten Emails, erhob die israelische "Jerusalem Post" ähnliche Vorwürfe. Ihm wird zudem vorgeworfen, nach dem Sieg des US-Präsidenten Donald Trump linksextreme Organisationen unterstützt zu haben, die in vielen Straßen für bürgerkriegsähnliche Zustände sorgten. Auch Trump Berater Roger Stones warf Soros die Finanzierung vieler Anti-Trump Proteste vor. 

Sein Ziel ist das Ideal der offenen Gesellschaft

In Anlehnung an den österreichischen Philosophen, der die Nazi-Zeit im Exil in Neuseeland überlebt hatte, beschreibt Soros in seinen Büchern die offene Gesellschaft als Ideal. Diese sei an Freiheit und Demokratie ausgerichtet und offen für Ideen und eine beständige Verbesserung des Handelns. In ihr gebe ein funktionierendes Rechtssystem und soziale Gerechtigkeit. Was Soros antreibt, beschreibt er selbst in einem Buch über Globalisierung so: "Als Jude in Ungarn geboren, habe ich die Nazi- und Sowjetokkupation überlebt. Ich lernte früh, wie wichtig es für das Wohlergeben und das Überleben ist, welche Form des politischen Systems herrscht."

Soros wurde 1930 in Budapest geboren. Nach dem deutschen Einmarsch gelang es dem Vater, einem Anwalt und Schriftsteller, die jüdische Herkunft der Familie vor den Besatzern geheim zu halten. Während der sowjetischen Besatzung floh Soros nach England, wo er an der London School of Economics studierte. "Ich wurde stark beeinflusst durch die Philosophie von Karl Popper, dem Autor des Buches 'Die offene Gesellschaft und ihre Feinde'", beschreibt Soros eine weitere prägende Erfahrung. Popper sah den Vorzug der Demokratie darin, dass in ihr Regierungen gewaltfrei abgewählt werden können.

 

Italien ermittelt gegen Soros:

Die italienische Staatsanwaltschaft strengt Untersuchungen gegen Organisationen an, die sich mit der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer befassen. Im Visier der Staatsanwaltschaft sind Unternehmen und offenbar von George Soros finanzierte NGOs, berichtet „Sputnik“. Wie Sputnik berichtet, habe die Behörde mitgeteilt, es bestehe der Verdacht, dass dies nicht uneigennützig geschehe und die Einwanderer für Geld in die EU eingeschleust werden.

Gleich nach einer Seenotmeldung träfen die privaten Schiffe vor Ort ein, wobei ihnen die Koordinaten der sinkenden Boote von Personen übermittelt werden, die die Schlepperei von Migranten über das Mittelmeer betreiben, so wird weiter berichtet.

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