Die Folgen Fukushimas

Die Katastrophe

Am 11. März 2011 wird die japanische Stadt Fukushima von einem Erdbeben der Stärke 9.0 getroffen, gefolgt von bis zu 20 Meter hohen Tsunamis. Als direkte Folge sterben ca 20.000 Menschen.

Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi trafen 14 Meter hohe Wellen. Aufgrund der Naturkatastrophe brach jedoch nacheinander die Stromversorgung und Notstromversorgung zusammen und verhinderte die automatische Schnellabschaltung. Versuche, die Kernelemente zu kühlen, scheiterten aufgrund defekter Wasserpumpen. Bei einer Explosion wurden in Reaktor 1 Reaktorhülle und Gebäudedach zerstört. In Reaktor 3 ereignete sich eine Wasserstoffexplosion, bei der Arbeiter verstrahlt und verletzt wurden. In Reaktor 2 kam es zu einer weiteren Explosion, als deren Folge Radioaktivität durch die zerstörte Außenhülle nach außen trat und alle Arbeiter das Gelände des AKW verlassen mussten. Auch der Reaktor 4, der zwar abgeschaltet war, bei dem aber das Kühlwasser zu stark gesunken war, explodierte. Große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt Erst am 24. Mai gab der Betreiber TEPCO zu, dass in allen drei aktiven Reaktoren bereits unmittelbar nach dem Erdbeben Kernschmelzen eingesetzt hatten.

Am 12.April wurde diese Katastrophe als katastrophaler Unfall der Stufe 7 (GAU) klassifiziert.

Folgen

Es mussten ca 150.000 Menschen die Region Fukushima verlassen und 2.000 Menschen sind verstrahlt. Im November 2013 erklärten Vertreter der Regierungspartei, dass das Gebiet durch die radioaktive Strahlung niemals mehr bewohnbar sein werde. Zuvor haben Sie den Menschen Hoffnung auf eine Rückkehr gemacht.

Der Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima vor fünf Jahren hat nicht nur Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung. Auch die Natur ist stark betroffen; Greenpeace wirft der Regierung Verharmlosung vor. 8% der japanischen Landfläche ist mittlerweile radioaktiv verstrahlt.  Im pazifischen Ozean wurden Stunden nach dem GAU große Mengen Radionukliden gespült und über das gesamte Ozean verteilt. Zudem wurden

in den folgenden Tagen durch Regenfälle ebenfalls noch radioaktive Substanzen vom Land ins Meer gespült. Studien zeigten, dass die Auswirkung der radioaktiven Verseuchung auf die Umwelt bereits offensichtlich werde. So enthielten neue Blätter hohe Konzentrationen an Radioaktivität und bei den Schmetterlingen fand man in den stark verseuchten Gebieten erbliche Mutationen. Desweiteren sei die DNA von Würmern beschädigt, während die Fruchtbarkeit von Rauchschwalben den Studien zufolge abzunehmen scheine.

Mutierte Meeresbewohner

Im Pazifik stoßen Fischer immer wieder auf mutierte oder sich unnormal verhaltende Meerestiere. Oben im Bild sieht man einen Seewolf, der 2015 von einem Angler beinah an der Oberfläche gefangen wurde. Diese Fische findet man normalerweise nur in den Tiefen des Ozeans. Normalerweise werden solche Fische nur einen Meter lang.Das Exemplar dieses Anglers ist doppelt so groß!  

Die Folgen erreichen auch immer mehr Nordamerika: Es gibt Berichte von erkrankten Fischen an der kanadischen Westküste, die aus den Kiemen, Bäuchen und Augäpfeln bluten. In Kalifornien stellten Wissenschaftler bei einer Untersuchung von 15 Blauflossen-Thunfischen fest, dass alle durch radioaktive Stoffe aus Fukushima kontaminiert waren und an der Pazifikküste Kanadas und Alaskas ist die Population des Rotlaches auf ein historisches Tief gesunken.

Experten haben zwischen Hawaii und der Westküste der USA sehr große Mengen von Cäsium 137 im Plankton gefunden. Plankton ist der Beginn der maritimen Nahrungskette.

 

 


Die Fukushima-Katastrophe verursachte – abgesehen vom menschlichen Leid und die Schäden für die Umwelt – auch enorme Kosten für Japan: nach einer Schätzung aus dem Jahr 2012 260 Mrd. US-Dollar.

Laut Greenpeace dauert es hunderte Jahre, bis die Umwelt sich vom Super-GAU vollkommen erholen wird.

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