Im Christentum nennt man sie Geister & Dämonen, im Judentum sind es die Shedim und im Islam heißen sie Dschinn. Sowohl in den Buchreligionen als auch in vielen anderen Mythologien und Religionen berichtet man über Wesen, die unsichtbar sind und unter uns leben. Sie sind oft feindlich und stehen für launische und unberechenbare Mächte die Naturgewalten und Krankheiten verursachen können.

Wandmalereien haben gezeigt, dass schon zu Zeiten der "Naturvölker" vor der Zivilisation der Glaube an Geistern allgegenwärtig war. Man findet man sie in nahezu allen ethnischen Religionen. Von den Sumerer, Persern, Ägypter und Indern, bis hin zu Griechen, Chinesen, Römer und in den drei Weltreligionen.

 

Dictionnaire Infernal

Dictionnaire Infernal  ist das bekannteste Buch in der Dämonologie, erstmals veröffentlicht im Jahr 1818 und geschrieben vom berühmten Okkultisten Jacques Albin Simon Collin de Plancy. Das Buch beinhaltet Zeichnungen, welche die Beschreibungen des Erscheinungsbildes der unterschiedlichen Dämonen darzustellen versuchen.

 

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Weltreligionen

Judentum

Im Judentum werden sie Shedim genannt, Geistwesen die aus Feuer und Wind erschaffen wurden und ihre Aufenthaltsorte meist in der Nähe von Gräbern vermutet werden. Sie können den Menschen sowohl freundlich als auch feindlich gesinnt sein. Sie leben ähnlich wie wir, müssen Nahrung aufnehmen, vermehren sich und können auch sterben.

Laut dem rabbinischen Judentum haben sie Flügel und könnten so an die Grenzen des Himmels, um zu hören, was in der Zukunft passiert. Das könnten sie dann den Menschen erzählen. Sie sind in der Lage von Menschen Besitz zu ergreifen um Ihnen schmerzen zu bereiten.

Allgemein werden Wahrsager in der gläubigen Welt oft als Menschen angesehen, die Kontakt zu diesen Geistwesen haben.

Ein bekannter Name eines Shedim ist Asmodäus.

 

Islam

Im Islam heißen sie Dschinn, übersinnliche Wesen die aus rauchlosem Feuer erschaffen wurden. Die Dschinn sollen sich in Tiere oder Gegenstände verwandeln können, oder auch in der Lage sein, von anderen Lebewesen Besitz zu ergreifen. Sie können, ebenfalls wie die Shedim, uns freundlich als auch feindlich gesinnt sein.

Die Dschinn können auf die untersten Ebenen des Himmels aufsteigen und lauschen , wie Engel über die Zukunft reden. Dann treten sie mit Wahrsagern in Kontakt und machen Vereinbarungen mit Ihnen aus.

Man unterteilt sie in folgende drei Gruppen:

Dämonen, die den Menschen Schaden und Schrecken zufügen. Dabei sind die mächtigen die Ghul, die sehr mächtigen die Sila, die noch mächtigeren mit Zerstörungstrieb die Ifrit und die allerstärksten die Marid

Mittelwesen, die wie die Menschen die Schöpfung bevölkern und nicht besonders in Erscheinung treten und

Qarin: Doppelgänger der Menschen.

Der bekannteste Dschinn ist Iblis (Satan), aber es gibt noch viele weitere gefürchtete Namen. Die vorallem im Norden Marokkos gefürchtete Aisha Qandisha gehört zu einen davon.

 

Christentum

Im christlichen Glauben sind es Dämonen und Geister. Während die Geister freundliche Geistwesen sind, die mit den Menschen koexistieren, sind Dämonen gefallene Engel, die vom Menschen Besitz ergreifen und Ihnen höllische Qualen bereiten können. Es gibt unzählige Berichte von Fällen über Besessenheit und bis heute werden Exorzismen praktiziert. Der Fall des Anneliese Michel ist auf der ganzen Welt bekannt.

Auch in der christlichen Dämonologie haben sie wahrsagerische Fähigkeiten und teilen es oft den Menschen zu.

Im Christentum ist Baal ein sehr bekannter und gefürchteter Dämon

 

Dämonologie in der Antike

Während noch Plato Dämonen als Mittlergestalten zwischen Göttern und Menschen begreift, verstärkt sich mit dem Judentum und Christentum die rein negative Einschätzung der Dämonen.

In der iranischen bzw persischen Dämonologie hat man für jedes Unglück, Krankheit, Laster oder Übel einen bestimmten Dämon verantwortlich gemacht. Auch in der ägyptischen Mythologie gab es eine große Anzahl an Dämonen deren Aufenthalt und Wirksamkeit an bestimmte Gegenden gebunden war, und noch tiefer unten die verfinsterten Geister, die auf und in der Erde und in ihrer Atmosphäre wohnten, wie die Feuer-, Licht-, Feldgeister etc.

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